JOSEPH HAYDN

107 SINFONIE

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Kultur Niederösterreich


Parkhotel Pörtschach

81

G-Dur

Das Projekt

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 81
Chonologische Ordnung
81
Tonart
G-Dur
Periode
Erste Sinfonien für ein „neues“ Publikum 1782 bis 1784
Kompositionsdatum
bis 8.11. 1784
Anzahl der Sätze
4
Echtheitsbeleg
Haydnverzeichnis, RC
Partitur-Ausgabe

Sinfonien 1782-1784
Herausgeber: Sonja Gerlach und Sterling E. Murray; Reihe I, Band 11; G. Henle Verlag München

Hob.I:81 Symphonie in G-Dur
Der Beginn von Symphonie Nr. 81, obwohl er im Rahmen der Harmonielehre-Regel problemlos „erklärbar" ist, muss für den zeitgenössischen Zuhörer ziemlich fremd geklungen haben: Über dem Grundton G in den repetierten Achteln der Bässe hört man zunächst das harmoniefremde f, über das die freie Vorhaltsdissonanz c eintritt. Erst mit der Auflösung dieses c nach h ist der Klang definiert, und die verschiedenen Noten setzen sich zum Septakkord nach der Subdominante C-Dur hin zusammen. Es ist zweifellos dieser ungewöhnliche Hauptthemenkomplex, der das experimentelle Zentrum des ganzen Kopfsatzes der Symphonie Nr. 81 bildet: Haydn setzt in der Durchführung zu immer kühneren Varianten der frei einsetzenden Vorhalten und „fremden" Harmonietönen an. Wie auch die meisten Kopfsätze der vorhergehenden Symphonie hat auch der von Nr. 81 keine "korrekte" Reprise; das Hauptthema, das an dieser Stelle einfach übergangen wird, ertönt in "Originialgestalt" erst wieder als Coda am Schluss des Satzes. Der zweite Satz, im Charakter eines Siciliano, stellt eine Verschränkung aus Variationen- und dreiteiliger sog. "Liedform" dar, nämlich eine einfache Variationsfolge - das variative Element besteht nur in der figuralen Umspielung der Hauptmelodie -, in die ein kontrastierender Moll-Mittelteil eingeschoben ist, der mit dem Variationenthema nur von ferne etwas zu tun hat. Der Schlusssatz ist wieder ein Sonatensatz, hurtig und leicht angelegt, ohne Stolpersteine für die intellektuell geforderten Ohren.

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
81,1
Satzbezeichnung
Vivace
Tonart
G-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
81,2
Satzbezeichnung
Andante
Tonart
D-Dur
Form
Variationssatz
3. Satz
81,3
Satzbezeichnung
Menuetto Allegretto / Trio
Tonart
G-G-Dur
4. Satz
81,4
Satzbezeichnung
Allegro, ma non troppo
Tonart
G-Dur
Form
Sonatenform
Spieldauert gesamt
ca. 25 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Leitung
Joseph Haydn
Orchestrierung
1|2|0|2 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung Orchester
1|2|0|2 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

Medien

Musik

Interprät wählen

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
81,1
2. Satz
81,2
3. Satz
81,3
4. Satz
81,4



Partitur

81









Haydn13
×

SINFONIE 107

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

OPER 13

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
L'infedeltà delusa
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
L'incontro improvviso
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II