JOSEPH HAYDN

107 SINFONIE

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Kultur Niederösterreich


Parkhotel Pörtschach

58

F-Dur

Das Projekt

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 58
Chonologische Ordnung
42
Tonart
F-Dur
Periode
Mittlere Esterház-Sinfonien 1767 bis 1773; „Sturm und Drang“ und die „Ruhe“ danach
Kompositionsdatum
Ende 1767
Auftraggeber
Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy
Anzahl der Sätze
4
Echtheitsbeleg
Entwurfs-Katalog
Partitur-Ausgabe

Sinfonien um 1766-1769
Herausgeber: Andreas Friesenhagen und Christin Heitmann; Reihe I, Band 5a; 2008, G. Henle Verlag München

Hob.I:58 Symphonie in F-Dur
Diese Symphonie scheint von Normalität zu Ausgefallenheit überzugehen. Das Allegro-Thema ist, ungewöhnlich für Haydn, durchweg cantabile und wird am Ende entschlossen abgerundet; Energie und Elan sind der zweiten Themengruppe in der Dominanten vorbehalten, sowie dem zweiten Teil der Durchführung (deren erster Teil das sangliche Kopfmotiv in einem neuen, teilweise scherzhaften Licht zeigt). Das Andante in zyklisch zweiteiliger statt in Sonatensatzform setzt ungewöhnlich ein mit einem neun Takte langen Thema, das der übrige Satz ausführlich in die Länge zieht. Wie in der musikwissenschaftlichen Anmerkung erwähnt, hat das alla zoppa ("hinkend") bezeichnete Menuett die gleiche musikalische Substanz wie das Baryton-Trio Hob. XI: 52 in D-Dur. Es ist regelmäßig phrasiert; der Beiname bezieht sich auf die dauernden langen Noten auf dem zweiten Taktschlag (man beachte den subtilen Scherz, den "normalen" ersten Takt bei seiner Rückkehr vier Takte später zu variieren). In dem Baryton-Werk ist das Molltrio mit "al contrario" bezeichnet, vermutlich um auf den Kontrast zwischen seiner Legato-Stimmführung und gleichbleibenden viertaktigen Phrasierung und dem Menuett hinzuweisen; beachtenswert auch der Orgelpunkt des Horns, der dissonant mitten durch die wechselnden Harmonien der Streicher erklingt. Das Presto-Finale beruht ganz auf einem akzentuierten Motiv, das vom Ohr nur schwer zu erfassen ist; später wird die Exzentrik beherrschend, mit abrupten Verhalten und Neuanfangen, Dynamikwechseln und chromatischen Harmonien. 
©James Webster

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
42,1
Satzbezeichnung
Allegro
Tonart
F-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
42,2
Satzbezeichnung
Andante
Tonart
B-Dur
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
42,3
Satzbezeichnung
Menuet alla zoppa Un poco Allegretto / Trio
Tonart
F-Dur-f-Moll
4. Satz
42,4
Satzbezeichnung
Presto
Tonart
F-Dur
Form
Sonatenform
Spieldauert gesamt
ca. 22 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Leitung
Joseph Haydn
Orchestrierung
0|2|0|0 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung Orchester
0|2|0|1 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

Medien

Musik

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
42,1
2. Satz
42,2
3. Satz
42,3
4. Satz
42,4



Partitur

58









Haydn13
×

SINFONIE 107

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

OPER 13

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
L'infedeltà delusa
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
L'incontro improvviso
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II