JOSEPH HAYDN

107 SINFONIE

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Kultur Niederösterreich


Parkhotel Pörtschach

13

D-Dur

Das Projekt

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 13
Chonologische Ordnung
31
Tonart
D-Dur
Periode
1763 bis 1765; Die „4 Vierhorn-Sinfonien“ und weitere einzigartige Kreationen
Kompositionsdatum
1763
Auftraggeber
Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy
Anzahl der Sätze
4
Echtheitsbeleg
Autograph
Partitur-Ausgabe

Sinfonien 1761-1763
Herausgeber: Sonja Gerlach und Jürgen Braun; Reihe I, Band 3; G. Henle Verlag München

Hob.I:13 Symphonie in D-Dur
Diese bemerkenswerte Symphonie ist mit vier Hörnern anstelle der üblichen zwei besetzt und zeichnet sich außerdem im langsamen Satz durch einen eigenständigen Flötenpart und ein Solocello aus. Die unvergessliche Eröffnung der Symphonie mit ausgehaltenen siebenstimmigen Bläserakkorden über einem vorwärtstreibenden, aufwärtsstrebenden Streicherostinato ist eines der eindrucksvollsten und klangstärksten Gebilde in Haydns Gesamtwerk. Dessen ungeachtet ist dieses Allegro molto überraschend kurz. Der Übergang mit seinen Imitationen zwischen Violine und Flöte mündet nahtlos in eine zweite Themengruppe ein, die nur aus einer Phrase besteht, wenn auch verlängert um eine unerwartete synkopierte Fortsetzung. Die Reprise ist zwar ebenso massiv angelegt wie die Eröffnung, beginnt jedoch unerwartet piano; doch bald darauf mündet sie in einen verblüffenden Höhepunkt, wobei alle vier Hörner das Ostinatomotiv der Eröffnung dreimal hintereinander intonieren, jedes Mal in einer höheren Tonlage.
Das Adagio cantabile, eine wunderschöne "Aria" für Solocello mit Streicherbegleitung, verlangt (und belohnt) aufmerksames Zuhören. Das kraftvolle Menuett, das auf einem absteigenden Dreiklangsmotiv beruht, bedient sich jener kunstvollen Kontraste von Rhythmus und Motiv, die häufig nur für Haydns Spätzeit als charakteristisch gelten; das Trio, das auf einem ganz anderen absteigenden Dreiklangsmotiv fußt, gibt der Flöte Gelegenheit, sich hervorzutun. Das Finale beginnt für alle, die noch nicht damit vertraut sind, mit einer Überraschung: Die Violinen stimmen das gleiche vier Noten umfassende "Cantus-Firmus"-Motiv an, das den Finalsatz von Mozarts viel später entstandener "Jupitersymphonie" prägt. Wie Mozarts Finale vermischt dieser Satz die Sonatenform mit vielerlei kontrapunktischen Entwicklungen des "Cantus" und seinen diversen Kontrasubjekten. Allerdings verwendet Haydn, der hier in kleinerem Maßstab arbeitet, rapidere Wechsel zwischen kontrapunktischen und homophonen Strukturen. Solche Sätze waren durchaus üblich; Haydn selbst hat ähnliche Finalsätze für die Symphonien Nr. 3 und 25 komponiert.
©James Webster

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
31,1
Satzbezeichnung
Allegro molto
Tonart
D-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
31,2
Satzbezeichnung
Adagio cantabile
Tonart
G-Dur
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
31,3
Satzbezeichnung
Menuet / Trio
Tonart
D-G-Dur
4. Satz
31,4
Tonart
D-Dur
Form
Sonatenform
Spieldauert gesamt
ca. 23 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Leitung
Joseph Haydn
Orchestrierung
1|2|0|0 – 4|0 – 0 – Str. (mit Solo-Vc)
Besetzung Orchester
1|2|0|1 – 4|0 – 0 – Str.
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

Medien

Musik

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
31,1
2. Satz
31,2
3. Satz
31,3
4. Satz
31,4



Partitur

13









Haydn13
×

SINFONIE 107

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

OPER 13

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
L'infedeltà delusa
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
L'incontro improvviso
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II